Bauprojekt Wedel Süd – die Rolandstadt wächst weiter!

Nachdem das Wohnbauprojekt Wedel Nord erst im Planungsausschuss und dann im Hauptausschuss beschlossen wurde, wenden wir unseren Blick heute einem weiteren Stadterweiterungsprojekt zu:

Wedel Süd

Das Vorgängerprojekt deckt ja bekanntermaßen auch bei seiner Fertigstellung nicht einmal die Hälfte aller zukünftig benötigten Wohneinheiten in Wedel.

Abhilfe soll da das Schwesterprojekt WEDEL SÜD bieten, dass in etwa der gleichen Größenordnung das eigentliche Stadtgebiet erweitern soll. Dadurch werden zusätzliche Flächen für den Wohnungsbau geschaffen und in später noch genauer festzulegenden Bebauungsplänen erschlossen.

Ein schwieriges Unterfangen:

Gerade die hohen Grundstückspreise und der dringende Bedarf an freien Flächen zwingen die Stadtverwaltung zu kreativen Maßnamen. Um nicht noch weitere Flächen der Holmer Sandberge einzuebnen oder gar Teile des Klövensteens abholzen zu müssen, hat man sich also für Wedel Süd zu einer unkonventionellen, doch genialen Lösung entschieden.

Die Vorplanungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, doch auf der letzten Ratsversammlung verkündete der Stadtpräsident offiziell den geplanten Ankauf von zusätzlichem Stadtgebiet südlich der Elbe.

Im letzten Ausschuss für Geest- und Marschangelegenheiten am 30. März im großen Wedeler Ratssaal bestäigten die Parteien dann schließlich einstimmig die Beschlussvorlage zum Erwerb der Gemeinden Wisch und Gehrden sowie großer landwirtschaftlicher Flächen aus dem Kreis Stade.


Wachsendes Wedel:
Ein zukünftiges Stück Rolandstadt

Dem Wedelblog fiel eine Übersichtskarte der baldmöglichst anzukaufenden Fläche in die Hand. Interessant ist dabei die neue Nähe zu Jork, das zukünftig in einer Reihe mit den übrigen Nachbargemeinden stehen wird.

Projekt2

In dem seit heute im Rathaus ausliegendem Projektentwurf sind die neu hinzukommenden Stadtflächen klar erkennbar.

Wedel Süd heute:

Gehrden

Die Hauptstraße von Gehrden wurde nach ökonomischem Bedarf und ökologischen Gesichtspunkten gebaut.

Wisch

Der wichtigste Versammlungsplatz von Wisch dient gleichzeitig als kulturelles Zentrum der Gemeinde


Stimmen aus der Politik:

CDU

Die ansonsten in ihren Planungen immer recht bedeckt agierende CDU ließ zu diesem großen Anlass eine Interne Mitteilung veröffentlichen:

„Die Stadterweiterung Wedel Süd lässt uns nicht nur inhaltlich, sondern auch geographisch noch näher an unsere Schwesterpartei von der Bayrischen CSU heranwachsen. Außerdem haben wir durch das zusätzliche Elbufer auch die gute Gelegenheit, gleich noch einen zweiten Hafen bauen zu können!“


LINKE

Bei den LINKEN sieht man hingegen eine großartige Gelegenheit, der akuten Wohnungsknappheit zu begegnen:

„Das Alte Land beitet genügend Wohn- und Baufläche für jedermann. Möglicherweise können wir Wedel durch die zusätzlichen Flächen auch zu einem der großen Agrarstandorte machen. Die Stadt könnte soetwas wie einen Boom durch Kleingärtner erleben. Vielleicht wird es dadurch bei uns einen landwirtschaftlichen Neubeginn, eine Art von Bauern-Start geben.“


GRÜNE

Die Wedeler GRÜNEN befürworten den Beschluss ebenfalls wegen seiner ökologischen Vorteile:

„In unseren Augen bieten die weiten Flächen und die Möglichkeit durch eine ökologische Selbstversorgung durch zahllose Apfelbäume jedem Wedler die Chance auf eine Rückbesinnung zur Natur. Stellen sie sich vor, jeden Tag nur noch gesunde Äpfel aus dem Alten Land! Apfelkuchen, Apfelsaft, Apfelburger, Apfelomlette, Äpfel mit Apfelmus, Apfelsteak, vegetarische Äpfel, Apfelfritten, Apfelbier…“


FDP

Von der Wedeler FDP wird auch aus wirtschaftlicher Sicht für das neue Bauprojekt geworben:

„Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Menschen gut. Jork ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort, von dessen Nähe wir noch stärker als von Hamburg profitieren können. Bedenken sie zudem, dass auch die Europäischen Staaten ihren Aufstieg den wirtschaftlichen Verbindungen in die ganze Welt verdankten. Wedel Süd wird unsere erste Kolonie in Übersee, unser Platz an der Sonne. „


WSI

Die WSI erklärte ebenfalls ihre klare Zustimmung zu Wedel Süd:

„WSI – die Abkürzung behalten wir, doch im Zuge der neuen Stadterweiterung werden wir uns zukünftig Wedeler-Süd-Initiative nennen. Wir sehen unsere neue Aufgabe darin, Wedel Süd bald als integralen Bestandteil von Wedel zu erschließen – doch anders als bei den anderen Parteien beginnt die Erschließung der neuen Gebiete bei uns ausschließlich durch die Verdichtung von bestehendem Wedeler Stadtgebiet nördlich der Elbe.“


SPD

Aus den Reihen der SPD hält man das Neubauprojekt Wedel Süd jedenfalls für eine große Chance und schlägt bereits praktikable Maßnahmen für eine Elbüberquerung vor:

„Martin Schulz sei es gedankt! Er, der HERR wird mit uns als seinen Aposteln dieses gesegnete Land jenseits des Zweistroms zu unserer neuen Heimat machen. Sobald Martin für uns die Elbe teilt, können wir dann sogar auf eine kostspielige Fährverbindung fähr-zichten!“


SONSTIGE

Seltsam ambitionierte Stimmen hörte man hingegen von einigen verwirrten Protestwählern, denen die Stadterweiterung Wedel Süd wohl nocht nicht weit genug ging.
Ein angetrunkener Bürger verkündete:

„HEUTE STAAADE! MORRRGEN RRRUSSLAND!“

Auch ihn treibt wohl der Hunger nach Äpfeln aus dem Alten Land.


Kommentar der Wedeler Stadtverwaltung

In der Stadtverwaltung jedenfalls wird die Nachricht über den Projektbeginn mit Freuden aufgenommen. So erklärt eine Reinigungskraft:

„Wir haben die Infrastruktur, die für eine regelmäßige Fährverbindung nach Wedel Süd notwendig ist in den letzten Jahren mit hohen Kosten und vielen Schwierigkeiten errichten können. Die Maritime Meile Wedels kann mit der Erweiterung des Stadtgebietes nun ihrer Bestimmung zugeführt werden. Endlich macht der Wedeler Hafen wieder einen Sinn!“

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Ein Blick auf das neue Wedel!


Ein letztes Hindernis

Bei aller Euphorie für das Projekt bleibt dennoch eine letzte Schwierigkeit:
Bedauerlicherweise hat der Landkreis Stade der Stadterweiterung noch nicht seine entgültige Zustimmung gegeben. Dennoch ist man im Rathaus zuversichtlich, auch diese unbedeutende Hürde bald überwunden zu haben.

„Eine Einigung für Wedel Nord war ja nicht so leicht. Aber im Süden läuft es bestimmt besser!“, erklärte ein sich selbst zitierender Blogger.


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Der Löwenseelenkater zieht sein Fazit:

Die Planungen für Wedel Nord liefen ja nicht ganz so glatt – wirklich zufrieden mit dem aktuell anstehenden Bauprojekt war ja am Ende fast keiner, doch irgendwie hat man es dann doch durchgewunken.

Das Projekt Wedel Süd ist noch um einiges ambitionierter als der Vorgänger, doch zum ersten mal konnte man von Anfang an klare Zustimmung bei allen Wedeler Ratsparteien erkennen. Daher kann man sich sicher sein, dass es diesmal um einiges einfacher werden wird!

Der Löwenseelenkater wird das Bauprojekt Wedel Süd
natürlich weiter beobachten und
wünscht allen Lesern einen schönen Monatsanfang!


Bastian Sue,
der Löwenseelenkater

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