Marcels Reisetagebuch, Donnerstag, 26.07.2018 – In jedem Hafen ne Werft

3. Urlaubstag

Pech im Urlaub, glück in der Liebe oder wie sagt man?

Heute ist uns die Ostsee aus der Schleuse Kiel/Holtenau passierend, eines der beiden Triebwerke ausgefallen. Gab erst ein kurzes knarren, ähnlich als wenn Frauen den Rückwärtsgang nicht finden, dann einen Knall und die rechte Welle war fest.
Die dreht sich nicht mal mehr wenn man´s mit den Händen versucht.

Zum Vergleich: Die kann man sonst mit 2 Fingern drehen.

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Wir haben also den ADAC angerufen und warteten – Ne Quatsch, sowas gibt’s aufm Wasser natürlich nicht. Wir setzten die Fahrt mit der zweiten Maschine fort und liefen den nächsten Hafen an.

Mechaniker an Bord und was soll ich sagen…. sein erster Satz als er aus dem Maschinenraum wieder hoch kam war: „Ohje, habt ihr reichlich Geld mit?“.

Lange Rede, kurzes Sinn, die Welle ist ausgeschlagen und das Schiff muss raus aus dem Wasser. Folglich kommt morgen ein Telekran und hebt Maggie in die Luft, direkt auf die Lagerböcke. Erst dann kann die Reparatur losgehen.

Marcel am Ende, Manfred noch mehr am Ende, Urlaub am Ende, wasn scheiß!

Wir kamen überein dass Manfred vor Ort bleibt und ich soll nach Hause fahren und umdisponieren. Ich nahm also den Zug und machte mich auf nach Wedel. Auf der Fahrt überlegte ich was ich machen kann, das war aber leicht.

Ich setze meine Schiffsreise fort, nur eben anders:
Büschen kleiner um es verharmlosend auszudrücken.

Zuhause angekommen schnallte ich meinen Trailer hinter mein Auto und holte meine Kleine aus dem Wedeler Hafenbecken. So fuhr ich an die Ostsee, nach Grömitz und hier bin ich nun und setze meinen Urlaub fort. Alles ein wenig unkomfortabler aber immerhin Boot und Wasser unterm Kiel.

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Trotz des Trostpflasters bin ich schon traurig da ich mich seit Wochen auf eben diese Reise gefreut habe und nun sitz ich hier mit meinen 5 Metern, 12 PS, ohne Toilette, Kaffeemaschine und Kühlschrank an Bord. Hab eben mit Manfred telefoniert um mich zu erkundigen wie es ihm geht, er nimmt es mit Humor.

„Wenigstens hab ich Glück in der Liebe“, waren seine Worte.


Für heute schließe ich und wünsche euch einen schönen Abend, bis morgen!

See you und bis morgen,
Marcel aus Grömitz & Manfred aus Kiel

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