Marcels Reisetagebuch. 31.07. und 01.08.2018 – Land in Sicht und kein Ende

8. und 9. Urlaubstag:

Land in Sicht und kein Ende

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Den gestrigen Tag habe ich vormittags genutzt meine Eltern zu besuchen.
Was ich bisher noch gar nicht erzählt habe ist, dass ich hier, also in der Region Lübecker Bucht, genau genommen in Bliesdorf 54°7.303’N 10°55.665’O, regelmäßig meine Kindheit und einen kleinen Teil meiner Jugend verbracht habe. Bin hier quasi groß geworden.

Meine Eltern leben den Sommer über immer noch hier oben und sind nur im Winter daheim in Hamburg. Wir hatten einen schönen Tag und Muttern hat meine geliebte Eierlikörtorte gebacken. Ein Gedicht sag ich euch! 18 2

Gegen Mittag fuhr ich mit dem Boot zurück zu mir, erstmal kalt duschen. Bei dem Wetter echt erfrischend. Neugeborenfeeling.

Um 15.00 Uhr fuhr ein recht großer Wagen vor und ich wurde abgeholt.
Als mir der Fahrer hinten rechts die Tür aufhielt, wusste ich was ich gestern schon geahnt habe: Ich werde gleich mit Silberbesteck essen. War dann auch so.


18 1Auf dem Gutshof angekommen, empfingen mich Horst mitsamt Gattin in der Diele des Gutshauses. Es gab einen Aperitif und wir gingen raus in den Garten auf die Veranda. Gemütliche Rattanmöbel luden zum gemütlichen Beisammen sein ein. Und dazu die herrliche Ruhe der Umgebung zu genießen.

Wir saßen, tranken kalte Limonade und erzählten. Irgendwann bat man uns, zu Tisch zu kommen, das Essen sei fertig. Ich freute mich riesig, den von mir ganz allein gefangenen Fisch zu essen. Außerdem hatte ich Hunger. Ob es so auch den Neandertalern ging? Man weiß es nicht.

Jedenfalls schmeckte der Fisch nebst Beilagen köstlich. Jeder Happen eine kulinarische Explosion. Zerlassene Zitronenbutter, ein Kraut was ich nicht kannte, Pfeffer und all das. Ein Traum!

Als wir fertig waren zeigte mir Horst ein wenig die Umgebung. Wir setzten uns in so ein Golfding. Ihr wisst schon, diese Dinger die man auf Golfplätzen benutzt um nicht laufen zu müssen. Ich sah bewirtschaftete Felder, Wiesen, Wälder und Schonungen, Pferdekoppeln und Stallungen, Galloways, Hallen in denen die Mähdrescher, Trecker und all das standen und sogar eine Tennishalle.

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Während ich das alles gezeigt bekommen hatte, musste ich immer mal wieder ein wenig schmunzeln über den von Horst benutzten Begriff „Umgebung“. Diese Umgebung war, wie soll es anders sein, das zum Gutshof gehörende Land. Gefühlt tippe ich auf die 3-5 fache Fläche Wedels.

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Das war mal ne tolle Führung. Insbesondere deshalb, weil Horst zu allem was er mir zeigte auch unendlich viel zu erzählen hatte. Ich hatte das Gefühl, der kennt hier jeden Halm mit Namen. Wir verbrachten den Rest des Abends zusammen mit der Familie des Hauses bei gutem Wein und unterhaltsamer Runde.

Zum Abschied am späten Abend verabredeten wir uns erneut für die kommenden Tage und der Fahrer fuhr mich wieder zu meinem Campingplatz. Was für ein krasser Unterschied, dachte ich bei mir als ich auf meiner Luftmatratze lag und schlief unter den Eindrücken des Abends recht schnell ein.

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Für Heute gibt es nicht viel zu berichten. Ein Tag wie so viele: Touristen. Handtuch, Sonnencreme, Kindl, Strand. Bin grad zurück zum Zelt gekommen, nun schreibe ich das erlebte, dann duschen, essen gehen und das wird es dann gewesen sein für den Tag.

Morgen werde ich wieder zu meinen Eltern fahren und dann fahren mein Vater und ich mit seinem Boot irgendwo hin. Ist auch egal, er sieht es wie ich: Hauptsache auf dem Wasser.

Gute Nacht und schlaft gut.
See you und bis morgen,
Marcel

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