Kolumne: Nachbetrachtung KiTa-Beitrag – und ein kleiner Hoffnungsschimmer?

Holla, das hat den Nerv getroffen!

Der letzte Beitrag vom Wedel-Blog
„WERTGRUND: Leere Versprechen im Tinsdaler Weg“ (Link)
hat einiges aufgewühlt.

Am Anfang stand die Stille…

Ursprünglich habe ich mich als Löwenseelenkater dem Thema angenommen, weil es mich gewurmt hat, dass auch mehrere Wochen nach der Enthüllung, dass der Investor sein Versprechen nicht einzuhalten gedenkt, weder in den Wedeler Medien, noch von den verschiedenen Ratsparteien ein Protest oder auch nur ein einziger kurzer Satz dazu zu lesen war.

Ich habe mich über diese breite Stille nach dem gebrochenen Wertgrund-Versprechen sehr gewundert:

Wo blieb die Empörung über Wertgrund?
Wo bleiben die Nachfragen, wie das passieren konnte?

Wo blieb der Zeitungsbericht darüber?

Nein, nicht nur über das gebrochene Versprechen habe ich mich geärgert.
Sondern auch darüber, dass nach geraumer Zeit noch immer von keiner einzigen Quelle aus ein sehr gerechtfertigter Aufschrei der Empörung zu hören war. Ich hatte das Gefühl, die Sache drohe durch die Sommerpause einfach unbeachtet unter den Tisch zu fallen.


Empörung und Frust auch bei den Blog-Lesern

Die Reaktionen der Wedel-Blog-Leser auf den letzten Beitrag fielen dafür aber weitaus deutlicher aus, als ich es geahnt hatte.

Natürlich nehme ich nicht für mich in Anspruch, dass die Angelegenheit nur wegen meinem Beitrag nun doch noch angemessene Beachtung findet. Ich schließe die Möglichkeit aber auch nicht aus.

Ich bin mir sehr sicher, dass der Wedel-Blog einen erheblichen Anteil daran hatte, dass die Lage nun auch der Öffentlichkeit bekannt geworden ist. Die klaren Reaktionen meiner Leser führten dazu, dass nun keiner mehr über die Angelegenheit einfach hinwegsehen kann.

Bei der gestrigen Ratssitzung haben dann gleich mehrere Ratspolitiker verlauten lassen, sie hätten zuvor noch nichts von dem geplatzten KiTa-Versprechen gehört. Gleich mehrfach wurde das Thema angesprochen und um Erklärungen und Bericht über den aktuellen Stand gebeten.

In Sitzung hat sich zudem abgezeichnet, dass die Politik keinesfalls vorhat, es einfach auf sich beruhen zu lassen, wie Wertgrund unsere ehrenamtlichen Kommunalpolitiker und die Stadtverwaltung getäuscht hat. Die Empörung, die ich in den vergangenen Tagen so vermisst habe, scheint nun endlich da zu sein, weil dem Thema inzwischen nicht mehr ausgewichen werden kann. Die Angelegenheit wird also hoffentlich auch über die Sommerpause nicht mehr untergehen.

Auch über manchen Dank von ein paar Ratsmitgliedern für den Beitrag – mal ganz offen ausgesprochen, mal vertraulich zugeflüstert – habe ich mich auch deshalb sehr gefreut.


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Gibt es nun sogar noch einen kleinen Hoffnungsschimmer?

In der letzten Ausschusssitzung für Bildung, Kultur und Sport hieß es noch, die KiTa werde nicht gebaut, gefolgt von der anschließenden Stille in den Medien und Fraktionen.

Doch nun konnte Bürgermeister Schmidt zu den Anfragen der Ratsmitglieder zumindest eine noch kleine Hoffnung vermelden:

Die Stadtverwaltung sei noch mal ins Gespräch mit dem Investor gegangen, um nach einer Lösung zu suchen!

Wie diese Gespräche ausgehen, kann man natürlich nur sehr schlecht abschätzen. Aber vielleicht gibt es ja noch eine kleine Chance auf die zugesagte KiTa.

– Immerhin wollen wir ja nur die Einhaltung eines Versprechens! –


Bastian Sue,
der Löwenseelenkater

 

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